Veränderung

Eine „Vorher/ Nachher“- Geschichte

In Bezug auf Äußerlichkeiten versus Inneres gibt es zwei Hardcore Linien: Aussehen ist komplett unwichtig entgegen der Einstellung, Aussehen wäre alles. Doch gibt es auch einen Mittelweg. Das Innere eines Menschen nimmt Einfluss auf sein Aussehen aber auch das Äußere kann die eigenen Gefühle bestimmen. So ist unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ein Mittelding aus beidem.

Äußeres
Wenn die Außenwelt im Lot ist und alle To- dos erledigt sind fühlst du dich gut. Sind die Haare ungewaschen und juckt der Kopf fühlst du dich schmutzig und ungepflegt. Sind die Hausaufgaben bis Sonntagnacht nicht gemacht empfindest du Stress und eventuell Wut über dich selbst oder gegenüber dem fiesen Lehrer. Deswegen ist es wichtig, sein Äußeres gepflegt und seine Außenwelt organisiert zu halten.

Inneres
Aber auch mentale Hygiene ist wichtig: ist im Inneren nichts OK wird eine äußere Ordnung auch nichts bringen.
Nun, wie kann man Mental- Hygiene machen? Denn sie sollte zur täglichen Pflege, wie dem Zähneputzen, Duschen oder Kämmen gehören.

1. Deinen Dreck wegmachen
Lügen oder Ausreden sollten besser früh als spät bereinigt werden. Lügen haben kurze Beine und auch Ausreden sind kleine Lügen. Lieber bei der ganzen Wahrheit bleiben und sich nicht weiter verwirren in seinen eigenen Geschichten. Lügen macht nervös und ängstlich. Denn es könnte dir jederzeit jemand draufkommen. Besser nicht machen!

2. Gutes fördern, Schlechtes wiedergutmachen:
Beschimpfungen, die zB im Streit entstehen, und Abwertungen oder Bewertungen sollten sobald du dich wieder Herr der Lage und deiner Emotionen fühlst wiedergutgemacht werden. „Du blöde Kuh!“ oder „du bist dumm“ sind offensichtliche Beispiele. Mit einer kleinen Entschuldigung und eventuell einer Erklärung ist es zumeist auch schon getan. Tust du es nicht, hast du wer weiß wie lange ein schlechtes Gewissen was dazu führt, dass du wütend wirst oder (wer hat’s geahnt) anfängst zu lügen! Außerdem bekommst du bei einer ernstgemeinten Entschuldigung vermutlich sogar Respekt deines Gegenübers- win win!

3. Beiseiteschieben? No-no!

Reflektieren über Probleme und Konflikte anstatt sie beiseitezuschieben ist angesagt. Ich hatte bis vor nicht allzu langer Zeit einen Freund, mit dem ich öfters nennen wir es Diskussionen hatte. Es reichen einige Sekunden des Reflektierens um zu einer Einsicht zu gelangen. Oft rief ich ihn kurz nach einem Streitgespräch erneut an, entschuldigte mich und erzählte ihm von meinen Erkenntnissen bezüglich der Situation. Jedes Mal schafften wir es den Streit aufzulösen. Und er bewunderte mich für meine schnelle Einsicht. der Punkt des Reflektierens geht auch über den persönlichen Raum hinaus. Auch Probleme und Konflikte bezüglich Umwelt, Klima oder die Gesellschaft sollten nicht ignoriert werden. Denn je besser es der Welt im Allgemeinen geht umso besser geht es dem einzelnen Menschen. Hat es in Indien plötzlich 60°C und fliehen all die Inder (1,3 Milliarden (!) Menschen) nach Europa haben wir ein „Problemchen“.
Wir können jedoch etwas tun:

– Transport: weniger fliegen, weniger Autofahren, mehr radeln und Öffis nehmen oder für weite Strecken mit dem Zug fahren- weniger CO2 dafür mehr Zeit um sich mal mit sich und seinen Hobbies oder Mental- Hygiene zu beschäftigen!

– Nahrung: wenig bis gar kein Fleisch essen, zudem bio, regional und möglichst unverpackt einkaufen- weiß man eh schon tut aber fast keiner denn sind die nichtbiologisch angebauten oder gezüchteten Nahrungsmittel günstiger und schmecken gleich. Sind wir uns ganz ehrlich tun sie das nicht. Eine regionale Bio- Tomate schmeckt süß und frisch, ganz anders als eine künstlich gereifte Frucht aus einem Glashaus in Spanien. Kauft man zudem weniger Süßkram, Softdrinks und Fleisch spart man sich Geld, das man für gesündere Lebensmittel ausgeben kann!
– Zero- Waste: so wenig Abfall wie möglich produzieren ist mittlerweile eine Bewegung, von der alle gehört haben. Ist zufälligerweise ein Markt oder ein Bio- Supermarkt in deiner Nähe? Super! Kaufe dein Gemüse und Obst sowie Fleisch und Fisch unverpackt- nicht vergessen genug Gefäße/Tragetaschen zum Transport mitzunehmen.

– Regionale, nachhaltige Unternehmen fördern: große Ketten, die Mitarbeiter schlecht bezahlen, diese sowie Ressourcen ausnutzen und Steuern hinterziehen wie zB Starbucks oder H&M sind für die Gesellschaft und auch unsere Umwelt tödlich. Solchen Unternehmen geht es nur um Profit. Sonst nichts. Stattdessen nachhaltige Klamotten kaufen und nicht bei Amazon die Bücher bestellen, sondern zur nächsten Buchhandlung gehen.

– Second Hand kaufen: spart Geld und stoppt den ewigen Ressourcenverbrauch der Industrie (insbesondere der Mode- oder Plastikindustrie)

– Sachen reparieren (lassen): das könnte tatsächlich etwas teurer sein als ein neues Produkt zu kaufen jedoch ist es Ressourcen- schonend und Müll- sparend und wir
sollten unsere Kleider und Gegenstände sowieso wieder mehr zu schätzen lernen, sie nicht einfach wegschmeißen sobald sie etwas verbraucht sind.

Veränderung
Je mehr du den Wunsch hast, dich zu verändern umso eher wird die Veränderung eintreten. Im Äußeren wie im Inneren. Ein Wille kann schließlich Berge versetzen. Ich persönlich konnte mich vor einigen Jahren kaum noch leiden. Bin ich doch eigentlich ein ehrlicher, wahrheitsliebender und gerechter Mensch hatte ich mich stark von mir wegverändert. Ich belog mich selbst, verstellte mich vor anderen und passte mich dem Strom an. Ich studierte Wirtschaft, wie jeder gefühlt vierte Student in Wien, gab eine Menge auf das was andere sagten und fütterte mein Ego brav mit Belohnungen. Ich sammelte Freunde wie andere Armbändchen, schrieb eine Prüfung nach der anderen und trieb viel Sport. Mein Leben war ein einziges Hamsterrad und nach einem erkenntnisreichen Semester in den USA wollte und konnte ich so nicht mehr weitermachen. Ich wollte so einfach nicht mehr sein. Ich hielt meine künstliche Art, das oberflächliche Geplapper und die Gesellschaft, die mich umgab, nicht mehr aus. Zusätzlich hatte mich mein Hamsterrad in einen Zusammenbruch getrieben. Ich wollte, nein musste, ausbrechen. Es gab keine Alternative. Also entschied ich mich „ich werde mich ändern.“ Punkt.

Viele Möglichkeiten ABER…

Wenn du dich wirklich ändern willst gibt es viele Wege und Möglichkeiten dies zu tun. Bist du noch nicht bereit, gibt es viele Ausreden und Rechtfertigungen. Ich möchte aber auf keinen Fall irgendwen verurteilen, der vielleicht noch nicht bereit ist an sich zu arbeiten und sich zu verändern. Bei mir war es ein „Leichtes“, es gab einfach keine Alternative.

Ich änderte mich also, was dazu führte, dass ich mich lange Zeit unwohl in meinem Körper und mit meiner Persönlichkeit fühlte. Denn hatte sich meine Einstellung bereits geändert, litt ich unter Gewohnheiten, Zwängen und auch körperlichen Beschwerden, die plötzlich nicht mehr zu mir passten. Ich nahm mir vor: „Wenn ich das überstanden habe, schneid ich mir die Haare kurz“. Veränderung im Inneren wie im Äußeren. Und jetzt stehe ich an diesem Punkt. Und schneide mir übermorgen die Haare kurz.

Lara123

EN: A “before and after”- story

There are two hardcore attitudes with regards to the appearance and the inner self: Looks are completely unimportant versus the attitude that looks are everything. But there does exist a middle course. The inner influences the appearance of a person but also one’s look can decide about one’s feelings. Thus, our wellbeing is a mix between both- the outside and the inside.

Outside
If the outer- world is in balance and all our duties and to- do’s are done we feel good. Is your hair greasy and already itches you feel dirty and unkempt. Is your homework not done until Sunday night you feel stressed and maybe some anger towards yourself or even your teacher. That is why it is important to keep your appearance neat and your environment organized.

Inside
But, as already mentioned and we all certainly know, also inner, so- called mental hygiene is important: If things do not feel right an outside tidiness will not make you feel good.
So, how is it possible to do mental hygiene? Something, that should be part of our daily care, such as brushing our teeth, showering or combing our hair does.

1. Clean up your mess:
Lies our excuses should be cleaned up sooner than later. A lie never lives to be old and, also excuses are little lies. Preferably, you should stick to the whole truth and stop get confused in your own lies and made- up stories. Lies make you nervous and anxious. Since someone could catch the lie at any time. Hence, do not lie.

2. Empower don’t bash:
Insults and verbal abuse that for instance occurs in an argue, as well as devaluations and assessments should, as soon as you feel confident and cool again, be compensated. “You idiot!” or “you are stupid” are very basic examples. With a little excuse and maybe an explication you can quickly make everything good again. If you do not apologize you might have a guilty conscience. This makes you feel angry or (who already knew?) makes you lie. Besides, you will probably earn some respect of your counterpart after a truthful excuse- a win win- situation!

3. Pushing aside? No-no!
It is time to stop pushing troubles and conflicts aside and start reflecting about them. Until not too long ago I had a boyfriend. We often had a let’s call it discussion. It is enough to reflect about a situation for a few seconds to realize what went wrong. I would often call him right after the argue, would apologize and tell him about my insights with regards to the situation. Every single time we managed to settle the dispute. And he started to admire me because of my rapid insights and my reflection. Reflecting also crosses the boarder of your personal space. We should not ignore troubles and conflicts with regards to our environment, climate change and the society either. Since, the better we treat our planet as a whole the better will be the life standard of every single human. If India warms up to 60°C and all Indians (1.3 billion (!) people) flee to Europe we could have a tiny problem here.

However, we can do something:
– Transportation: fly and drive by car less, instead take the bike, the public transport or the train for far distances. It incurs less CO2 and at the same time gives you more time to spend it with yourself, to exercise your hobbies or maybe take care of your mental hygiene.

– Nourishment: eat less or any meat and buy organic, regional and if possible unpacked products. Everybody knows those things but not so many people implement them. The reason is that the non- organic food is cheaper and tastes the same- doesn’t it?! No, it doesn’t. A regional organic tomato tastes sweet and fresh while its artificial equivalent having aged in a Spanish glasshouse tastes like nothing. Plus, if you do not buy any sweets, soft drinks or meat- all very unhealthy for you and your body- you might even save money which you can in turn spend on healthier and better products.

– Zero- waste: by now everybody has heard of the zero- waste- movement. Is by chance a farmer’s market or an organic supermarket close to your home? Perfect! Buy your vegetables and fruits as well as fish and maybe a little meat not packed. Don’t forget to bring your own pots and bags for transportation! 😉

– Support regional and sustainable companies: big chains, that treat their employees badly, exploit them or the planet’s resources and evade paying taxes such as Starbucks but also H&M are deadly for our society and also to our environment. Those companies only care about profit, profit, profit and nothing else. Instead you can buy sustainable clothes and your books at the book- shop close- by instead of Amazon.

– Buy second- hand: you can save a lot of money and stop the endless resource- consumption of the fashion- or plastic- industry.

– Repair your stuff or get it repaired: this could indeed be a little more expensive than buying something new, but it is again very resource- efficient and trash- saving. Besides, we should all start learning to appreciate our clothes and general belongings more. Instead of throwing them away as soon as they might be a bit consumed.

Change

The more you have the desire to change the more probable it is that change will come. On the outside as well as on the inside. Faith can move mountains. A few years ago, I personally could not stand myself anymore. Actually being an honest, truthful and fair person I had changed strongly. I lied to myself, feigned and adapted to the current. Like every fourth student in Vienna I studied business administration, the judgement of other people was everything to me and I constantly fed my ego. I collected friends like others collect bracelets, I took one exam after the other and exercised a lot. My life was a rat race and after an enlightening exchange semester in the US I did not want to and could not continue living like this. I did not want to be this person anymore. I could not stand my artificial self, the superficial talks and the company around me. In addition, my rat race had me drift into a breakdown. I wanted, no, I had to quit the race. I had to break out. There was no alternative. I decided: “I will change.” Period.

Where there’s a will there’s a way- is there?!

If you really want to change, there are many ways and options to do so. If you are not ready yet there are many excuses and explanations. At this point I really do not want to judge anybody who does not yet feel ready to change something. It was easy for me, since, there basically was no alternative.
I changed, and this led to me feeling very uncomfortable in my body and with my personality for quite a long time. My attitude had changed but I still suffered under bad habits, restraints and, also, physical discomforts, that suddenly did not fit me anymore. I told myself: “If I make it through this time, I will cut my hair short.” Change on the inside and the outside. Now I have arrived at this point. And will let my hair get cut short the day after tomorrow.
By Lara

2 Kommentare zu „Veränderung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s